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geistige Gefährdungen

[gG:] Erfolgreiche Besetzung des Gefechtsübungszentrum Heer (GÜZ) am 18. u. 19.09.

20 Antimilitarist*innen haben vom 18. bis zum 19.09. das Gefechtsübungszentrum Heer (GÜZ) besetzt, um auf die Kriegsvorbereitungen in der Altmark aufmerksam zu machen. Jährlich üben hier mehr als 20.000 Soldat*innen aus vielen Nato-Mitgliedsstaaten den Kampfeinsatz im Ausland.

Die Aktivist*innen gelangten fast ungehindert auf den 230km² großen Truppenübungsplatz. Ihr Ziel war das ehemalige Heidedorf Salchau, dass 1936 für die Truppenübungsplatznutzung weichen musste.

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Der Truppenübungsplatz Altmark zählt mit der genutzten Technik und seiner Größe zu den modernsten der Welt. Kampfsituationen mit Panzern und im Nah- und Häuserkampf werden geübt und per Übertragungstechnik an die Auswertezentrale übermittelt und bewertet. In diesen Tagen übt dort ein Panzerbatallion aus Thüringen für ihren tötenden Einsatz. Bewusst wird die Landschaft vegetationsarm gehalten und Übungsdörfer im Stil der Einsatzgebiete gestaltet. Im nördlichen Zentrum des Platzes wurde für 140 Millionen Euro ein Feldflughafen und die Kampfstadt „Schnöggersburg“ gebaut. Dort gibt es Wohn- und Elendsviertel, ein Schwimmbad, einen Sakralbau, die einzige U-Bahn in Sachsen-Anhalt. Hier lässt sich nicht nur der Krieg anderswo üben, sondern auch die Aufstandsbekämpfung im eigenen Land.

Mit ihren emissionsreichen Übungen gehören die militärischen Einheiten, die auf dem Truppenübungsplatz trainieren, zu den größten Klimakillern. Aber nicht nur der Übungsbetrieb schädigt das Klima, auch die Kampfeinsätze weltweit tragen zur Klimakrise bei.

Mit ihrer Platzbesetzung fordern die Aktivist*innen, die Schließung des Truppenübungsplatzes, die Abschaffung der Bundeswehr und die verstärkte Ausbildung und Finanzierung von Friedensfachkräften. Die Besetzung wurde nach 30 Stunden selbstbestimmt beendet.

http://www.gewaltfreie-aktion-guez-abschaffen.de/

https://www.youtube.com/watch?v=w5G3YTEIWN0&list=PLkj__9zXpiEqVQ_nHyP4-7…

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