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geistige Gefährdungen

[gG:] [B] Rechtsoffenes Hotel dichtgemacht

Am Sonntag will die AFD zum ersten Mal seit Jahren einen Landespartei veranstalten – die Vermieterin des La Festa in Kaulsdorf, wo der Zirkus geplant ist, könnte den Gästen von Außerhalb auch ihr Hotel in Lichtenberg zur Verfügung stellen. Aber wir haben in Lichtenberg schon so genug Nazis, da brauchen wir keine AFD, Jungalternativen und Identitären. Effektives Gegenmittel: Farbgläser + Sprühdose + Hammer + Feuerlöscher = Riesensauerei. Kein lauschiges Nest für Faschist*innen also.

Das Geheule in der Presse war groß: Tatjana Gerlitz, Betreiberin des Partyraums La Festa in Kaulsdorf und vom Hotel Victoria in Lichtenberg fühlt sich missverstanden. Einfach nur eine neutrale unschuldige Geschäftsfrau, und die AFD einfach nur eine legitime demokratische Partei. Die antifaschistische Öffentlichkeit hat also offenbar voll ins schwarze getroffen. Wenn es den Steigbügelhaltern der Faschisten ans wirtschaftliche Hemd geht, kommen die Krokodilstränen.

Deutlich wird aber, mit wem sich die Überzeugungstäterin eingelassen hat: bei der antifaschistischen Kundgebung zeigte sich u.a. Andreas Geithe, AFD-Vermieter in Blankenburg und ehemaliger Rechtsterrorist von der NF (Nationalistische Front). Auch Vadim Derksen, der das La Festa in der Russland-deutschen Community in Marzahn-Hellersdorf organisiert hat und dafür in der AFD gefeiert wurde, scheut nicht den direkten Kontakt mit Neonazis: auf einer Identitären-Demo in seiner Heimat bei Regensburg war er mit Benedikt Alt unterwegs, einem Kader vom neonazistischen Freien Netz Süd.

Und gerade eben kamen die ersten Fotos vom eingesauten Hotel Victoria von keinem anderen als Daniel Birkefeld, BVV-Abgeordneter in Marzahn-Hellersdorf und Kumpel des Neonazis Mike Lillge der 1992 in Marzahn Nguyen Van Tu ermordete.

Wir sehen also: es ist nicht nur die AFD ansich, und Tatjanas Geschäftemacherei, die das Problem sind, sondern auch die Nazis die die AFD anzieht. Wir haben keinen Bock, dass eine Woche nach dem versuchten Mord mit einem Auto bei einer AFD-Veranstaltung im Norddeutschland auch in Lichtenberg Faschisten versuchen, Leute totzufahren.

Dafür machen wir uns gerne die Hände schmutzig. Und wir brauchen auch keinen Staat um den Antifaschismus für uns zu erledigen.

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