"Corona Demos sind kein sozialer Aufstand!"


gespiegelt von: http://4sy6ebszykvcv2n6.onion

von: "Anarchissimo", veröffentlicht am: 20-06-03

Webadresse: http://4sy6ebszykvcv2n6.onion/node/86135

Themen: []

Es gibt inzwischen einige (zum größten Teil inzwischen gelöschte Texte), die mit dem Ziel verfasst wurden, dass die Corona-Proteste an Zulauf gewinnen.






Mehrfach wird versucht, Mitstreitende für den eigenen Protest zu gewinnen. Der Ton dieser Werbung ist vorwurfsvoll, häufig belehrend, teilweise sogar feindschaftlich. Tenor ist, wer sich nicht einreiht, ist gehorsam, anstatt widerständig und handelt widersprüchlich zur eigenen Theorie.



Eine kontextbasierte, fundierte, emanzipatorische Kritik an Staat, Politik, Wissenschaft, Kapitalismus, Demokratie usw. ist in diesen substanzlosen Texten, wie auch bei den Protesten selbst, nicht zu entdecken.



Die Texte bieten keine Diskussionsgrundlage. Sie lassen allesamt die Nähe zum herrschenden Meinungsbild der Protestierenden erkennen. Eine kritische Auseinandersetzung mit den vielfach fragwürdigen Ideen, Vorstellungen und Inhalten des Protests findet nicht statt.

Als Intention ist erkennbar, dass die Proteste an Zulauf gewinnen sollen. Es handelt sich um Sympathiebekundung für einen „Widerstand“, der in dieser Form nur funktionieren kann, weil die Auswirkungen des neuartigen Virus verharmlost werden, während die staatliche Reaktion übertrieben dargestellt wird. Die Empörung geht so weit, dass in diesem Kontext, Vergleiche mit der NS – Zeit als Zustandsbeschreibung, anstatt als Relativierung gesehen werden können. Ab sofort ist der Aufstand demnach gerechtfertigt.



Unter einem solch einfachen Nenner, „Wir wehren uns gegen die Beschränkung unsere Freiheit durch Corona-Maßnahmen “ fühlen sich dann auch rechte Kreis wohl. Es muss offensichtlich ein ganz unterschiedliches Verständnis von Freiheit geben.



Mal angenommen, die Verfasser*innen wissen es wirklich nicht besser, warum gerade diese Demos für „rechtsoffene“ und offen Rechte so attraktiv sind. Die rechten Kreise, die die Proteste auch als Reporter*innen begleiten, haben doch wirklich genügend ins Netz gestellt, um sich informieren zu können, wo die Anknüpfungspunkte sind. Eine Verharmlosung, als bedauerliche Randerscheinung, ist eigentlich nicht möglich. Ihre Reportagen mit zahlreichen Interviews sind vielfach noch aufrufbar und sagen eine Menge aus. Zudem haben Antifaschist*innen bereits entsprechende Informationen zusammengetragen, die auch auf Indymedia zu finden sind.



Dass, sich, die Sympathisant*innen selbst antifaschistisch einmischen würden, ist keinem dieser Texte zu entnehmen.



Glaubt wirklich jemand, dass politische Einstellungen durch gemeinsame Straßenproteste aufzuheben sind? Fakt ist, dass rechte Kreise sich dort wohl fühlen, aktiv mitwirken und weiterhin ihre eigene politische Agenda vertreten und sich für sie einsetzen.

Was spricht eigentlich dagegen, dass sie sich dort wohlfühlen? Was wird thematisiert und was bleibt unberücksichtigt, damit die Proteste attrakiv für sie sein können. Warum werden sie dort toleriert? Was sind die Berührungspunkte, Überschneidungen und Schnittstellen. Wo sind sie die Initiator*innen? Warum sollen diese Proteste, die auf dem absteigenden Ast sind, denn überhaupt an Bedeutung gewinnen? Was wäre deann gewonnen, wenn sie an Stärke zunehmen?



Oder liefern die werbenden Texte nicht weitere gute Argumente, unbedingt von den Straßenprotesten, Abstand zu halten? Handelt es sich bei den Protesten doch weder um einen "Sozialen Aufstand" noch um einen "Querschnitt" aus der gesamten Bevölkerung. Wäre es so, hätten wir es als Anarchist*innen, Libertäre, Antiautoritäre... wohl noch schwieriger.



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