"Nach Minneapolis. Die Revolte der amerikanischen Proletarier ist ein Beispiel für die Proletarier von allen Metropolen"


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von: "Kommunistisches Programm", veröffentlicht am: 20-06-05

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Themen: []

Abstract: (article also available in english on our site, anche disponibile in italiano sul nostro sito) Die Brutalität der Bullen von Minneapolis ist nicht das außergewöhnliche Verhalten eines angespannten, psychopathischen Polizisten, der außer Kontrolle ist… Es ist der „spontane“ Ausdruck der größtenteils „institutionellen“ Form der Polizeikräfte des gleichzeitig bürgerlichen und imperialistischen Staates:


Überwachen, bestrafen, niederschlagen und kontrollieren von jedem „suspekten“ Verhalten, das zunächst noch individuell stattfindet (die Verletzung des Privateigentums oder auch nur die Absicht, es zu verletzen, z.B. durch Warendiebstahl in den Geschäften) aber dann mit Macht und in kollektiver und gesellschaftlicher Perspektive (der Umsturz der Produktionsformen, der die private Aneignung des Reichtums abschafft, der durch die kollektive Arbeit der Lohnarbeiter der gesamten Welt produziert wird).

Das wissen die Arbeiter sehr gut, die jeden Tag um den Lohn kämpfen, für die Lebens- und Arbeitsbedingungen, gegen und außerhalb der festen Regeln durch das bürgerliche „Recht“, sowie es die Proletarier und die proletarisierten Massen in den Gebieten wissen, wo die Kriege explodieren und wüten, dort wo imperialistische Ausbeutung ohne Erbarmen ausraubt und verwüstet.

Wir Kommunisten sind vollständig solidarisch mit den Proletariern, dem Subproletariat und all denen, die die Gewalt des bürgerlichen Staates nicht mehr ertragen können und die in diesen Stunden ihre Wut und ihre Empörung gegen die Symbole der polizeilichen Unterdrückung in den Stadtteilen zum Ausdruck bringen; und sicher sind wir weder erstaunt noch empört, wenn in der allgemeinen Konfusion die Warenlager, Kaufhäuser und Pfandhäuser geplündert werden, sehr konkrete Symbole der Diktatur des Geldes und der Waren über das menschliche Leben.

Wir wissen sehr gut, dass diese Revolten nur ein Symptom des revolutionären Potenzials unserer Klasse sind und trotz ihrer Dauer und Intensität sind sie dazu verdammt, mit unserem Blut erstickt und absorbiert zu werden.

Aber diese Revolten (die von den Massenmedien, die Organe und Ausdruck der Bourgeoisie sind, auf „Proteste gegen den Rassismus und die Ungleichheit“ reduziert werden und die dementsprechend jede Form, die über die Beschwerden und das Gejammer der Armen hinausgehen, verurteilen) müssen den Proletariern auf der ganzen Welt lehren und in Erinnerung rufen, dass es der Knoten der Macht ist, der aufgelöst werden muss: zu revoltieren, Polizeistationen anzuzünden ist nicht ausreichend, sich die Waren der Kaufhäuser oder das Geld der Banken und Pfandhäuser zurückzuholen, reicht nicht.

Heute sind die amerikanischen Proletarier dazu gezwungen, kraftvoll auf die Übergriffe der Bullen zu antworten und sie tun gut darin, Schlag auf Schlag auf die Aggressionen zu antworten, so wie sie gut darin tun, Schlag auf Schlag auf die „für die weiße Vorherrschaft“ kämpfenden Lumpen zu antworten, indem sie in der Praxis der gemeinsamen Verteidigung zeigen, dass das Proletariat eine einzige Klasse ist: ein Angriff auf einen ist ein Angriff auf alle.

Vor allem ist ein Schritt mehr notwendig: es ist notwendig zu verstehen, dass die Bullen und Faschisten nur Instrumente des wirklichen Feindes sind, der bürgerliche und imperialistische Staat – Feinde auch und vor allem, wenn sie sich als „demokratische“ Vermittler, Friedensstifter und großzügige Verteiler von Hilfsmitteln anbieten.

Die Revolte ist richtig, die Verteidigung notwendig: aber das reicht nicht. In die proletarischen Stadtteile muss das Bewusstsein und die Gewissheit wieder verbreitet werden, dass es nicht nur notwendig ist, gegen die Macht zu kämpfen, sondern die Macht zu ergreifen: um die Macht der Bourgeoisie niederzureißen und sie durch die alleinige Macht der Lohnarbeiter zu ersetzen. Es reicht nicht, sich kraftvoll die Waren zu nehmen, die durch die Enteignung unserer Arbeit produziert werden: es ist notwendig, das System zu zerstören, das uns die Arbeit und die Existenz raubt und mit der kommunistischen Revolution jeden Aspekt des sozialen Lebens zu reorganisieren.

Die Revolte ist eine Explosion, zu der die Proletarier gezwungen werden. Aber die Revolution ist eine Notwendigkeit, die eine Organisation, ein Programm, klare Vorstellungen und eine Praxis der kollektiven Arbeit erfordert: in klaren und einfachen Worten, die Revolution benötigt eine Partei, die sie lenkt.

Das kämpfende Proletariat, das revoltierende Proletariat muss sich mit und in der kommunistischen Partei organisieren.

Internationale Kommunistische Partei


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