"Tag ohne Bundeswehr: Werbeflächen in ganz Freiburg umgestaltet"


gespiegelt von: http://4sy6ebszykvcv2n6.onion

von: "Baden ohne Bundeswehr (BoB)", veröffentlicht am: 20-06-13

Webadresse: http://4sy6ebszykvcv2n6.onion/node/88344

Themen: Antifa Militarismus [linksunten] Tag-ohne-Bundeswehr

(Freiburg i. B.) Eigentlich sollte heute, am 13. Juni, der sogenannte „Tag der Bundeswehr“ stattfinden. Der wurde aber wegen Corona abgesagt und nun gibt es in Freiburg den TAG OHNE BUNDESWEHR. Um diesen antimilitaristischen Erfolg gebührend zu begehen, hat das Aktionsbündnis BADEN OHNE BUNDESWEHR (BoB) verhunzte Bundeswehrplakate in ganz Freiburg in offizielle Werbekästen gehängt. Die Sprecherin von BoB, Magda I. fasst das so zusammen: „Eine Welt ohne Militär ist eine bessere Welt und diese Erkenntnis hängt jetzt überall in der Stadt.“






Schutzmasken statt Maschinengewehr
Das offenbart die Corona-Krise: Während die Militärausgaben immer weiter steigen, wurde das Gesundheitssystem in den letzten Jahren kaputtgespart. So mangelte es gerade zu Beginn der Kriseetwa an LaborkapazitätenoderSchutzmasken. FFP-2 STATT G-36 ist ein aktuelles Motto, denn für die teure Tötungs-Technik der Bundeswehr werden jährlichMilliarden ausgegeben, die jetzt im Gesundheitssystem fehlen.

Auch die medizinische Infrastruktur ist gerade in ländlichen Gebieten ausgedünnt, weshalb das Bündnis KRANKENHÄUSER STATT KASERNEN fordert. „Es kann nicht sein, dass unsere Gesellschaft das Töten wichtiger nimmt als das Heilen“, argumentiert Magda und verweist auf das entsprechende Poster vor dem Universitätsklinikum Freiburg.



Heilen statt ‚Heil‘
„Noch dazu leistet sich Deutschland eine regelrechte Parallelgesellschaft, wie die nicht abreißen wollende Serie von Nazi-‚Skandalen‘ in der Truppe belegt.“ So freuen sich einige Kameraden in ihren Chatgruppen auf den sogenannten Tag X, um endlich mal „jemanden wegzumachen :-)“ (1). Gemeint sind damit alle, die dem Faschismus im Weg stehen. Solche Leute dürfe man nicht an Waffen lassen und schon gar nicht von der demokratischen Öffentlichkeit abschirmen, wie es etwa beim KSK im nahen Calw passiere (2). Mit dem Slogan HEILEN STATT ‚HEIL‘ weist das Bündnis auf diese tief verwurzelten rechten Netzwerke in der Bundeswehr hin.



Militärs an die Fritteusen
„Natürlich sind die Nazis nicht weg, nur weil wir die Bundeswehr abschaffen“, gesteht Magda ein. Allerdings weise BoB mit dem Spruch MAYO STATT MAJOR auf zukünftige Verwendungen der Militärs hin. Wer für die Hitze in Mali trainiert habe, könne das bisschen Frittierfett in einem Imbiss sicher ertragen, resümiert Magda mit gefälligem Blick. Entsprechend hat BoB das Plakat in einer Vitrine nahe diversen Restaurants am Stadtgarten platziert. Eine ähnliche Perspektive entwickelt der Spruch MARSHMALLOW STATT MARSCHALL. „Wenn wir Teile der Gesellschaft mit Argumenten erreichen, können wir auch platten Quatsch. Vielleicht finden unsere Forderungen auf diese Art Gehör.“, so die BoB Sprecherin.



Die Bundeswehr ist nur der Anfang
Vor der Polizeiwache in der Innenstadt ist ein Poster mit dem Spruch MILITANZ STATT MILITÄRS zu sehen. Damit greift BoB die aktuelle Debatte zu rassistischer Polizeigewalt in den USA auf. Die Sprecherin Magda: „Nachdem wir die Bundeswehr dann abgeschafft haben werden, müssen wir uns anderen autoritären staatlichen Strukturen widmen, etwa bei der Polizei oder den Geheimdiensten.“ In den USA sehe man aktuell, wie die aktuelle gesellschaftliche Stimmung für emanzipatorische Politik genutzt würde. (3) „Die diskutieren dort gerade ernsthaft, ob sie die Polizei abschaffen. So was brauchen wir hier auch.“



Ausgedient
Das Motto der Aktion lautet „Ausgedient“. BoB wolle damit vor allem nach vorn Blicken. Das könne man aber schließlich nur lebendig, anstatt auf einem Schlachtfeld mausetot geschossen zu vergammeln. „Merke: Der Blick nach vorn bei der Bundeswehr ist in der letzten Konsequenz ein sehr kurzer, und zwar in den Lauf eines Maschinengewehrs hinein. Ganz einfach: KOMM ZU UNS, GEH STERBEN.“, zitiert Magda ein weiteres verhunztes Bundeswehrplakat in der Innenstadt.



Merci!
Abschließend dankt BoB aus Freiburg den Wegbereiter*innen der Gruppe „self-made buster*s“. Dank deren Erläuterungen und Entwürfen konnten die Plakate in Freiburg sehr schnell und effizient gebastelt werden. Wer selbst Interesse an der Aktionsform und noch vielen weiteren Sprüchen ohne die Bundeswehr habe, findet unter folgendem Link eine praxisnahe Anleitung (4).

__________

(1)

(2) https://www.badische-zeitung.de/nachrichten/deutschland/ksk-offizier-sch...

(3) https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/stadtrat-von-minneapolis-wil...

(4)


http://www...

Bilder:

51961.jpg

51971.jpg

51972.jpg

51963.jpg

51966.jpg

51968.jpg

51962.jpg

51967.jpg

51969.jpg

51973.jpg