"Tristeza Wiedereröffnung - Nein Danke!"


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von: "anonym", veröffentlicht am: 20-06-19

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Themen: Freiräume Gender Kultur

Zum Umgang der „linken“ Kneipe mit sexualisierter Gewalt eines Kollektivmitglieds




Am 8. Juni hat die Tristeza ein Statement auf Facebook (siehe unten) veröffentlicht bei dem sie bekannt gibt, dass ein cis-männliches Kollektivmitglied nach Ladenschluss in der Tristeza einen sexualisierten Übergriff begangen hat. Statement und Reflexion dazu sind kurz gehalten, was erstmal verständlich ist - als erste Reaktion. Allerdings ist das nächste öffentliche Statement vom 17. Juni (auch hier drunter kopiert) des Kneipenkollektivs eine Frechheit.

Es geht nur um die Wiedereröffnung nach Corona und die neuen Bedingungen mit/ durch Corona. Der Übergriff wird nur als lapidare, sarkastische Bemerkung im Mittelteil erwähnt:

„Sonntags werden wir bis auf Weiteres geschlossen haben. Wie ihr wahrscheinlich mitbekommen habt, hat sich unser Kollektiv ja kürzlich um eine Person verringert und sonntags kommt ihr ja eh nie.“

So als wenn die Person sich beim Tristeza putzen den Knöchel verstaucht hat und nicht mehr kommen kann. Kein Wort zur weiteren Reflexion oder Konsequenzen im Kollektiv. Der Täter war jahrelang Kollektivmitglied - es kann an einem Ort, der sich selbst als antisexistisch beschreibt nicht ernsthaft ein dummer, flapsiger Kommentar die Sache als erledigt erklären.

Aus dem Selbstverständnis der Tristeza: „Wir dulden keine rassistischen, antisemitischen, homo-, trans und frauenfeindlichen Sprüche. Anmachen, die nicht auf beiderseitigem Einverständnis beruhen, sind ebenfalls tabu: Nein heißt nein! Wenn Euch was auffällt oder Ihr selbst betroffen seid: Am Tresen findet Ihr Unterstützung.“
Wenn sich in den letzten Jahren jemand an den Tresen gewandt hat mit unangenehmen Erfahrungen in der Tristeza, dann hat die Person sich vielleicht an den Täter gewandt. Dazu muss sich das Kollektiv verhalten, nur der Ausschluss des Täters reicht nicht. Aus dem Umgang von Monis Rache mit einem Täter in den eigenen Reihen konnte mensch in den vergangenen Monate viel lernen, ein Blick auf deren Seite hätte genügt, um sich zu überlegen, vielleicht etwas differenzierter mit dem Vorfall umzugehen.

Wiedereröffnet wird mit einen Flint
only Abend - das hat einen echt faden Beigeschmack. Es gibt noch etliche Fragen zu klären und Strukturen neu zu organisieren, bevor Flint* Menschen wieder unbedarft in der Tristeza Bier trinken können: