"Rassismus und Sexismus in Berlin-Kreuzberg – Hausprojektszene -"


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von: anonym, veröffentlicht am: 20-06-19

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Themen: Freiräume Gender






In der Reiche 63a hat ein weißer cis-Mann (Namen: Benno) über einen längeren Zeitraum mehrere queere Menschen mehrheitlich Frauen und BPOC physisch, psychisch und sexuell belästigt und rassistisch diskriminiert (u.a. körperliches Begrabschen). Im Januar 2019 forderten alle Betroffenen und sich solidarisierenden Personen eine hausinterne Auseinandersetzung über Bennos übergriffiges Verhalten. Viele weiße Personen im Haus plädierten erstmal für einen gemeinsamen Prozess mit Benno. Von Jan bis April2020 wurden (Einzel- und Gruppen-) Gespräche, Dialoge und Mediation durchgeführt, in denen mehr Benno als die betroffenen Personen im Zentrum standen. In diesemPlena wurden die betroffenen Personen teilweise als unglaubwürdig dargestellt. Benno bestritt alle Vorwürfe und sah keinen Anlass sein Verhalten zu reflektieren. Diese Haltung führte am 01.04.2019 zu seiner Auszugforderung von fast allen Bewohner_innen der Reiche 63a HH, mit einem Duldungslimit bis zum 31.08.2019 für eine Wohnraumsuche. Dieser Forderung ist er bis heute nicht nach gekommen. Mit zwei weißen Verbündeten bewohnt Bennoohne Miete zu bezahlen immer noch ein Stockwerk in der Reiche 63a HH. Jegliche Unterstützung wie Wohnungs- und WG-Gesuche wurden von ihm abgelehnt. Für sechs (u.a.) POC Frauen hatte sich die Situation so unerträglich zugespitzt, dass diese wegen Benno und dem unschlüssigen Umgang im Haus, ausgezogen sind. Eine Person die nicht ausziehen konnte, setzte aus Wut und Ohnmacht Pfefferspray gegen Benno ein, um sich zu wehren. Es wurde bereits versucht im Jan 2020 über Indymedia auf die Situation in der Reiche Hinterhaus 63a, in Solidarität mit den von Rassismus und Sexismus betroffenen Bewohner_innen, aufmerksam zu machen. Der Beitrag wurde nach kurzer Zeit von Indymedia gelöscht.

Benno ist bis heute NICHT ausgezogen. Er ist aufgrund seines übergiffigen Verhaltens in der Reiche 63a unerwünscht.Die Wohngruppe kann mit dieser Situation so nicht weiter agieren. Gleichzeitig verkehrt Benno in der Berliner linken Szene und in anderen Hausprojekten (u.a. im Bethanien). Wir fordern das Benno aus der Reiche 63a zeitnah auszieht. Wir wollen andere informieren und auch warnen, da er sein übergriffiges Verhalten nach wie vor nicht reflektiert. Wir fordern eine kollektivere Verantwortungsübernahme bei rassistischer und sexisitischer Diskriminierung und Übergriffen, aus der heraus eine kritische Auseinandersetzung geführt wird.