"(B) Fahrzeug der Französischen Botschaft verbrannt"


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von: "anonym", veröffentlicht am: 20-07-01

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Regionen: Berlin

Themen: Freiräume Repression Soziale-Kämpfe Weltweit



In Kompliz*innenschaft mit den Aufständischen dieser Welt und besonders mit den Revoltierenden in den Zentren der französischen Metropolen, sowie den Unruhen in den Banlieues derselben, haben wir in der Morgendämmerung des 30.06. einen SUV der Französischen Botschaft vor einer der Bonzenbauten am Gleisdreieckspark in Berlin Schöneberg verbrannt.










Dieses Zeichen der Solidarität senden wir all denen, die seit Langem die Bullen der Kolonialmacht Frankreich mit Steinen und Brandsätzen konfrontieren, plündern und den Staat dauerhaft herausfordern. Sei es in den sogenannten heißen Zonen des von Frankreich dominierten Territoriums in Europa oder in Übersee. Gendarmerie, BAC, CRS und andere Autoritäten bekommen regelmäßig die Wut der Unterdrückten zu spüren, an deren Seite wir stehen.



Ebenso erfreuen uns Momente hier, in denen sich die Wut entlädt und Jugendliche in Stuttgart oder Eingesperrte in Göttingen den Bullen mit Steinen, Flaschen und allem, was sie zur Hand haben, entgegentreten.

Unser Angriff ist eine nächtliche Botschaft der Solidarität an Loïc, dessen Prozess in Hamburg zu Ende geht und an die „Drei von der Parkbank“, die nicht dem Druck der hanseatischen Justiz nachgeben.

Der von uns angegangene Botschaftsangehörige wohnt in einem umkämpften Kiez, wo die marginalisierte Bevölkerung von Bonzen verdrängt wird. Nicht nur deshalb sind Gleisdreieckspark und Steinmetzkiez in Berlin Schöneberg Orte, die häufig im Polizeibericht in Verbindung mit Krawallen genannt werden. Der Wut und dem Frust über die Verdrängung und die Ausgrenzung wird in den wenigen noch unbeugsamen Plätzen, Straßenabschnitten und Hinterhöfen auf vielerlei Arten Ausdruck verliehen. Auch diese Form des Widerstands unterstützen wir mit unserem Feuer symbolisch.

Selbst wenn die Situationen in den Metropolen unsere Freiräume kontinuierlich einschränken, wollen wir kurz auf die Frage eingehen, ob die vielfach praktizierte Militanz dazu dient, unsere Ziele zu erreichen. Der Reflexionstext zu den Squatting Days in Freiburg (1) stellt diese Frage. Wir teilen vieles der dortigen Analyse – für Berlin ist Militanz mitunter auch ein Beitrag, um eine Stimmung zu schaffen, in der es leichter fällt, Gewalt gegen den Staat, seine Vertreter*innen und Symbole sowie die Werte der Gesellschaft zu richten. Rauchsäulen und umherrasende Bullenkarren sind Mosaiksteine eines partiellen und mancherorts schleichenden Kontrollverlustes der Mächtigen und sollen zum Widerstand ermutigen.

Von der Dragi (2) bis nach Stuttgart – Solidarität mit der revoltierenden Jugend



(1)

(2) Ein von Jugendlichen besetzten Haus, welches einige Stunden vor dem Brand in unmittelbarer Nähe geräumt wurde.






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