"Vereint im Kampf gegen den Westen? - Ein kritischer Blick auf die Aschaffenburger BLM-Auswüchse"


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von: "randzeilen", veröffentlicht am: 20-07-01

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Regionen: Aschaffenburg

Themen: Antifa Antirassismus Soziale-Kämpfe BLM



Anfang Juni war es auch in Aschaffenburg so weit: Die #BlackLivesMatter-Welle erreichte das gelangweilte Hinterland und Stadtjugendring Aschaffenburg (im weiteren nur SJR genannt), der „Deutsch-Afrikanischer Freundeskreis“ sowie Niklas Wagener (Stadtrat/B90 die Grünen) ließen es sich nicht nehmen eine Kundgebung anzumelden und zu bewerben. Unter dem Motto „Gemeinsam für Vielfalt in Aschaffenburg“ versammelten sich deshalb am 6.6.2020 - laut einem Artikel von 361 (1) - 300 Menschen auf dem Theaterplatz um „für ein vielfältiges und friedvolles Aschaffenburg einzutreten“.






Erschüttert gab man sich im Aufruf zur Kundgebung (2) über den Tod von „George Floyd in den USA“, sowie dem „Anschlag in Hanau“. Beides zeige wohin „Rassismus und Menschenfeindlichkeit“ führe. Weiter beklagte man sich über die „angeordnete“ Polizeigewalt deren man Solidarität „über den Atlantis“ entgegenzusetzen trachtet, zum Erhalt des „Friedens und Respekts“.



Man ist bekanntlich Einiges gewohnt, aber die Verlogenheit und Niedertracht des SJR, der mit seinem links-liberalen Irrsinn zu den einflussreichen Akteuren der Gegend zählt, erreicht hier tatsächlich neue Höhenflüge. So ist es der SJR, der sich immer wieder schützend vor die Schläger-Bande von DITIB-Aschaffenburg stellt. DITIB (Türkisch Islamische Union der Anstalt für Religion e.V.) untersteht der türkischen Religionsbehörde Diyanet, die die politische Ausrichtung der AKP, also der regierenden Partei in der Türkei vertritt. Genauere Einblicke in die Geschehnisse der letzten Jahre liefert dazu das hier veröffentlichte Interview mit einem Aktivisten aus dem Stern e.V. (3).



Die Bomben, die vom türkischen Militär auf syrische Zivilisten geworfen werden gaben dem SJR – oder seinen zahlreichen Fans – aber nie einen Grund sich zu „Frieden und Respekt“ zu bekennen. Genauso wenig sieht man offensichtlich Probleme in der radikal-islamischen Menschenfeindlichkeit der Muslimbruderschaft, in deren Tradition die AKP steht (4). Keine Regungen löst es aus, dass diejenigen, die vom SJR als multikulturelle, vielfältige Bereicherung dargestellt werden, aus einer Organisation entspringen, deren Verbindung – und gegenseitige Bewunderung – bis zu Hitler nachvollzogen werden kann (5). Unerwähnt bleiben Ereignisse wie der Tod von Ibrahim Demir in Dortmund (6), oder die Ereignisse in Wien (7), die die bedrückende Realität offenbaren, mit der es Gegner der osmanischen Blut-und-Boden-Ideologie zu tun bekommen.



Die Blindheit gegenüber „Menschenfeindlichkeit“ und „Rassismus“, die der SJR „Weißen“ zuschreibt, lässt sich am besten an ihm selbst studieren. Sein Aktivismus richtet sich offensichtlich nur gegen die USA, also gegen jenen Staat, der aus eigenem Antrieb die Sklaverei beseitigte und unter dessen Fahne (schwarze) Bürgerrechtsbewegungen auf die Straße gingen. Ausgeblendet werden dagegen die Taten der islamistischen – oder einfach rechten - Verbündeten, selbst wenn sie sich vor der eigenen Nase ereignen. Brutalität von Sicherheitsorganen in Islam-Diktaturen bleiben unwidersprochen. Lieber wendet man sich – mit Unterstützung der gesamten politisch und gesellschaftlich relevanten Bevölkerungsschicht – einem Fall jenseits des Atlantik zu. Eines wird dabei ersichtlich: Dem SJR und seinem Dunstkreis geht es nicht prinzipiell um Gewalt, Morde und Leiden der Betroffenen. Er macht es nur zum Thema, wenn der Täter in seine schablonenhafte Weltsicht passt. Dabei springt man auf jeden Trend auf und kommt sich besonders mutig vor, obwohl Niemand den Protesten widerspricht, also weder Gefahr noch Gegner in Sichtweite ist.



Bedauerlich, aber wenig erstaunlich, ist dann die unkritische Haltung, die die lokalen linken Gruppen und Organisationen zu den Protesten einnehmen. Ob es die naive Hoffnung ist vom antiwestlichen Mob zu profitieren, eigene antiwestliche Haltung, Feigheit vor den übermächtigen islamistischen Organisationen, oder bizarre Analysen, in denen der Islamist oder Faschist zum antirassistischen Verbündeten im Klassenkampf werden soll, bleibt dabei offen.



Keine Solidarität mit den Feinden der Freiheit.

Für den Kommunismus.





(1)

(2) https://www.sjr-aschaffenburg.de/filemanager/downloads/AufrufKundgebung2...

(3) Genauere Einblicke liefert dazu das randzeilen-Interview mit Jörg aus dem Stern e.V. das hier zum Download bereit steht:

(4) Die meisten Informationen dazu lassen sich schon auf den Wikipedia-Seiten der „Adalet ve Kalkınma Partisi“ (AKP) und „Moslembruderschaft“ nachlesen.

(5) Siehe dazu auch „Djihad und Judenhaß“ von Matthias Küntzel. ISBN: 3-924627-06-1

(6) https://www.hurriyet.de/news_polizeibekannter-schlaeger-tritt-kleinwuech...

(7) https://www.neues-deutschland.de/artikel/1138380.ausschreitungen-in-wien...


http://www.randzeilen.wor...

Dateien:

aufrufkundgebung20200606.pdf