"Mach dich mal locker? Solidarische Perspektiven auf einen Alltag mit Corona"


gespiegelt von: http://4sy6ebszykvcv2n6.onion

von: "Cathy-Emma Rehf, Chrystal Haze a. Johnny M. LaBooza / WHOnderground", veröffentlicht am: 20-07-03

Webadresse: http://4sy6ebszykvcv2n6.onion/node/93237

Themen: Bildung Freiräume Kultur Soziale-Kämpfe Weltweit

Abstract: Aber wie kann ein solidarischer Ansatz aussehen, jetzt Mit-Corona und Mitmenschen, die sich unterschiedlich zu der aktuellen Zeit Mit-Corona verhalten, umzugehen? Können wir es schaffen, die Waage zu halten zwischen individueller Freiheit und Sensibilität den Bedürfnissen Anderen gegenüber? Ist es machbar, dafür zu sorgen, dass sich die Menschen, die sich „eher strikt“ oder nur „ein bisschen offen“ verhalten, in unterschiedlichen sozialen Kreisen und Kontexten nicht dauernd wie auf einer extrem übergriffigen Party fühlen müssen? Möglicherweise sogar in selbst bezeichneten "safe spaces", die in jahrelanger Initiative aufgebaut wurden, und sich nun auch im Umgang mit der Pandemie positionieren müssen? Können wir im Leben Mit-Corona und unterschiedlichen Bedürfnissen nach Distanz und Nähe neue soziale Normalitäten kultivieren, die unvermeidlich anders sind, aber nicht zwangsläufig nur beschränkend sein müssen, sondern im Gegenteil inklusiv und solidarisch?


Allerorten Lockerungen - wie weitermachen?

Im Zuge der vielerorts beschlossenen Lockerungen der Kontaktbeschränkungen stellt sich nun für
uns alle ständig neu die Frage, wie wir unser soziales Leben möglichst selbstverantwortlich und
zugleich kollektiv-solidarisch gestalten wollen, solange die Pandemie nicht überwunden ist.

Diese Situation führt dazu, dass du nun immer wieder neu entscheiden kannst, wie und wann du
dich auf der Skala von „sehr strikt“ zu „sehr offen“ im Umgang mit der Pandemie verhältst. Die
Ärztin Evelin Dacker hat schon im Mai ein Modell zu sensibler sozialer Covid-Care nach dem
Auslaufen staatlicher Regulierungen vorgeschlagen, das als Orientierungshilfe genutzt werden
kann1. Einen Blick darauf zu werfen kann nicht schaden, zeigt die Skala doch eine eingängige
und praktikable Bandbreite an Verhaltensweisen und Umgangsformen auf,
die auch abseits des eigenen Standpunkts und deines sozialen Umfelds praktiziert werden