CDU BESETZEN? UNBEZAHLBAR! zu den aktuellen Angriffen der Türkei auf Südkurdistan


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von: anonym, veröffentlicht am: 2020-07-11

Regionen: Chemnitz - Sachsen

Themen: Antifa Antirassismus Ökologie Repression Soziale Kämpfe



Am 25.10.2019 besetzten 13 Internationalist\*innen das CDU-Parteibüro von Frank Heinrich in Chemnitz, um auf den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg der Türkei, welcher am 9. Oktober begann, aufmerksam zu machen.








PRESSEMITTEILUNG:

CDU BESETZEN? UNBEZAHLBAR!

zu den aktuellen Angriffen der Türkei auf Südkurdistan

Am 25.10.2019 besetzten 13 Internationalist\*innen das CDU-Parteibüro von Frank Heinrich in Chemnitz, um auf den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg der Türkei, welcher am 9. Oktober begann, aufmerksam zu machen. Diese Besetzung wurde gewaltsam von der Polizei geräumt und alle Aktivist\*innen haben Zahlungsbescheide, Vorladungen und/oder Strafbefehle bekommen. Die Repressionskosten befinden sich aktuell in einem fünfstelligen Bereich. Damit solche und andere Aktionen weiterhin stattfinden können, würden wir uns freuen, wenn ihr euch solidarisch zeigt und eins unserer Soli-T-Shirts kauft oder direkt an CDU BESETZEN? UNBEZAHLBAR! Spendet. Auf unserem blog findet ihr weitere Möglichkeiten, um die Spendenkampagne zu unterstützen. Alle Informationen zur Besetzung und umfassende Informationen zu dem Krieg in Kurdistan findet ihr auf unserem Blog: cdubesetzen.noblogs.org

Gerade jetzt ist es umso wichtiger, den Kampf der Befreiungsbewegung Kurdistanszu unterstützen und darauf aufmerksam zu machen!

Am Montag, den 15. Juni, startet die Türkei eine erneute militärische Offensive gegen die Gebiete im Norden und Süden des Irak (Südkurdistan). Flugzeuge der türkischen Luftwaffe bombardieren seitdem zivile Siedlungsgebiete in Şengal und Qendîl sowie das Geflüchtetencamp Mexmûr und einige Guerillagebiete. Die Angriffe wurden im Zuge einer neuen Großoffensive des islamistisch-nationalistischen AKP/MHP-Regimes durchgeführt. Dieser Bombenangriff ist ein erneuter Genozid und Feminizid an den dort vorrangig lebenden Ezid\*innen, von denen sich Viele 2017 aktiv an der Bekämpfung des IS beteiligten und danach flüchten mussten. Rojava leidet weiterhin besonders unter den Folgen der Corona-Pandemie, mehr als andere Regionen und Staaten weltweit. Die Türkei griff seit Beginn der Corona-Krise bewusst medizinische Einrichtungen an. Zum Beispiel wurde bei diesem Angegriff gezielt ein Krankenhaus im Şengal bombardiert, um die Ausbreitung der Pandemie und somit das Sterben von Menschen zu begünstigen! Diesem Ziel dient auch die Kontrolle und Sabotage der Wasserzufuhr von der Türkei nach Syrien durch die türkische Regierung. Momentan sind Dutzende Dörfer und Städte in Rojava ohne Wasserzufuhr.

Bei all diesen Grausamkeiten dürfen wir nicht vergessen, das Deutschland einer der wichtigsten Partner der Türkei ist und diesen Krieg unterstützt. Unter dem Deckmantel der EU werden mit deutschen Waffen, Geldern und logistischer Unterstützung immer wieder völkerrechtswidrige Angriffe von der Türkei durchgeführt. Dies bedeutet für uns als Linke in der BRD, dass wir den Ernst der Lage und unsere Position in diesem Krieg erkennen und handeln müssen. Nun ist die Zeit des globalen Widerstandes! Gegen Faschismus, Rassismus und Imperialismus. Die deutsche Gesellschaft muss sich ihrer privilegierten Stellung innerhalb der EU und ihrer Bedeutung als Partner der Türkei bewusst werden. Wir als Linke Bewegung müssen zeigen, was der Kampf hier in Deutschland bewirken kann und den Widerstand organisieren.

Gerade beginnen sich auf der ganzen Welt, in den USA, Frankreich oder Griechenland, Menschen gegen staatliche Herrschaft, Patriarchat, Unterdrückung und Rassismus zu wehren. Diese Menschen kämpfen für ein besseres Leben für uns alle, die Gleichberechtigung der Frau, einen bewussten Umgang mit der Umwelt und ein selbstverwaltetes Leben! Rojava versucht alles zu vereinen, was diese Kämpfe fordern und zeigt, das ein anderes Leben möglich ist.

Wie unsere kurdischen Gefährt\*innen verurteilen auch wir die völkermörderischen Angriffe des türkischen Staates und das Schweigen der internationalen Gemeinschaft. Wir rufen alle demokratischen Kräfte dazu auf, sich vom patriarchalen System zu lösen und ihre Selbstorganisierung aufzubauen. Wir rufen dazu auf, gegen die Angriffe Haltung einzunehmen und auf die Straßen zu gehen! Zeigt euch solidarisch, organisierte euch, schließt euch den Kämpfen in eurer Umgebung an! Wir dürfen nicht warten! Der Krieg ist jetzt! Lang lebe die internationalistische Verantwortung!

Die Revolution im Nahen Osten wird siegen - der Faschismus wird zerschlagen! Alle zusammen gegen den Faschismus! Lang lebe der Freiheitskampf!

Berxwedan Jîyan e! Widerstand heißt Leben!

Bijî berxwedane Rojava! Lang lebe der Widerstand in Rojava!

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