(B) In Gedenken an Beate Fischer. Hass auf Frauen* und Sexarbeit tötet!


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von: NIEMAND IST VERGESSEN, veröffentlicht am: 2020-07-16

Webadresse: http://berlin.niemandistvergessen.net/

Regionen: Berlin

Themen: Antifa

Donnerstag, 23. Juli 2020 um 18 Uhr
Residenzstr. Ecke Emmentaler Str.
U-Bhf. Residenzstr. | Berlin-Reinickendorf




Beate Fischer war 32 Jahre alt, Ehefrau und Mutter zweier Kinder, sie lebte mit ihrer Familie in Berlin-Weißensee. Zudem war sie als Sexarbeiterin tätig. Am 23.Juli 1994 wurde sie von drei jungen Neonazis nach stundenlanger Folter ermordet. Es war ein brutaler, rechter Mord, der sich nicht nur gegen eine Frau richtete. Er steht zugleich in Zusammenhang mit der strukturellen Abwertung und Stigmatisierung von Sexarbeiter_innen. Mit dem Gedenken an Beate Fischer wollen wir an sie erinnern und ein Bewusstsein für Gewalt an FLINTA* Personen herstellen. Darüber hinaus wollen wir dafür kämpfen, Sexismus und Patriarchat abzuschaffen.
Erinnern heißt Kämpfen!




Auch 25 Jahre später ist die Lebensrealität von Sexarbeiter_innen durch Vorurteile und Abwertung sowie unsinnige Einmischung der Staates geprägt. Um so wichtiger ist es, die Kämpfe gegen diese Zustände zu unterstützen und ihnen in der öffentlichen Wahrnehmung mehr Gehör zu verschaffen. Doch auch unabhängig von ihrem Beruf sind FLINTA* Personen Gewalt ausgesetzt. So ist die sogenannte häusliche Gewalt aufgrund der aktuellen Pandemie sprunghaft angestiegen. Deshalb sind feministische Kämpfe und im Besonderen Schutzräume vor patriarchaler Gewalt lebensnotwendig.



Einen solchen linken und queerfeministischen Schutzraum bietet seit 30 Jahren das Hausprojekt Liebig34 in Berlin-Friedrichshain – eine solidarische, feministische Gemeinschaft die sich ohne Cis*Männer organisiert. Wir sind wütend und traurig, daß dieser Ort nun von einer anstehenden Räumung bedroht ist. Doch bereits vor Corona war die Situation für FLINTA* Personen beschissen. Rechtskonservative Parteien mit rückschrittlichen Frauen*bildern gewinnen mehr und mehr Zuspruch.



Der neue Faschismus und das Patriarchat sind nicht nur eine Bedrohung unserer Freiheit sondern auch für unser Leben. Beate Fischer zu gedenken und dafür zu kämpfen, dass solche Taten nie wieder geschehen, bleibt unerlässlich.



Niemand ist vergessen! Hass auf Frauen* und Sexarbeit tötet!
In Gedenken an Beate Fischer – 1994 von Neonazis ermordet.



Aufruf zum Gedenken am 23. Juli 2020
Donnerstag, 23. Juli 2020 um 18 Uhr
Residenzstr. Ecke Emmentaler Str.
U-Bhf. Residenzstr. | Berlin-Reinickendorf




Bilder:

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